Verwandtschaftsgrade

Der Verwandtschaftsgrad ist der Grad wie weit 2 Personen miteinander verwandt sind.
Es werden 2 verschiedene Systeme unterschieden:
- Die Verwandtschaftsgrade der Römisch-katholischen Kirche (Das kanonische Recht)
- Die Verwandtschaftsgrade des bürgerlichen Rechts (Das römische Recht)

Quelle


Das kanonische Recht

Im kanonischen Recht wird die Anzahl der Generationen von der Bezugsperson bis zur Zielperson gezählt.

3       [ Y ]       2
       |       
   + + +   
   |           |   
2   [ X ]           [ X ]   1
   |           |   
1   [ X ]           [ B ]   
   |               
   [ A ]               

Die Person [ Y ] ist der Urgroßvater (3 Generationen) von der Person [ A ] und gleichzeitig der Großvater (2 Generationen) von der Person [ B ].
Nach dem kanonischen Recht sind die Personen [ A ] und [ B ] im 2. und 3. Grad blutsverwandt.

 


Das römische Recht

Im römischen Recht wird die Anzahl der Geburten von der Bezugsperson bis zur Zielperson gezählt.
Man unterscheidet hier 2 Linien:
- In gerader Linie
  Von der geraden Linie spricht man, wenn die Verwandtschaftsbeziehung in einer Geraden verläuft.
- In der Seitenlinie
  Von der Seitenlinie spricht man, wenn die Verwandtschaftsbeziehung in Ecken verläuft.

     [ Y ]     
     |     
+ * + * +
|           |
[ X ]           [ X ]
|           |
*           *
|           |
[ X ]           [ B ]
|            
*            
|            
[ A ]            

Zwischen der Person [ A ] und der Person [ B ] liegen 5 Geburten.
Nach dem römischen Recht sind die Personen [ A ] und [ B ] im 5. Grad in der Seitenlinie blutsverwandt.