Fragen und Antworten

1.) Warum bezeichnet man Adelige als blaublütig?

Blaues Blut ist im 19. Jahrhundert übersetzt worden aus dem spanischen "sangre azul", das die vornehmsten Familien des spanischen Adels bezeichnete. Bei ihnen schimmerten die blauen Adern durch die helle Haut. Die Adeligen setzten sich niemals der Sonne aus, damit die Haut hell blieb.

2.) Deutschland bestand bis 1918 aus verschiedenen Königreichen. Welches Königreich gab es nicht?

Das Land Thüringen mit Weimar als Hauptstadt entstand erst 1920. Es gab zwar Ende des 4. Jahrhunderts den Stammesverband der Thüringer, die das Königreich "Toringi" gründeten. Aber bereits 531 wurde es unter Theoderich von den Franken und Sachsen erobert und aufgeteilt. Über 1000 Jahre lang gab es gar kein Thüringen mehr. Das Reich war so extrem zersplittert, dass die Region Thüringen zum Inbegriff der deutschen Kleinstaaterei wurde.

3.) Wenn in Deutschland wieder eine Monarchie installiert werden würde, wer hätte das Anrecht auf den Kaiser- bzw. Königsthron?

Prinz Georg Friedrich Ferdinand von Preußen ist der Alturenkel (Urururenkel) von Kaiser Wilhelm II. Seit 1994 ist er Chef des Hauses Hohenzollern. Er wurde am 10. Juni 1976 in Bremen geboren.

4.) Wo liegt die Stammburg des Hauses Hohenzollern?

In Hechingen auf dem Berg "Hohen Zollern" in Baden-Württemberg. Nach diesem Berg wurde auch die Familie benannt. Die Burg soll bereits in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts erbaut worden sein. 1214 wurde die Familie in zwei Linien geteilt. Die katholisch-schwäbische Linie hat heute auf Schloss Sigmaringen ihren Sitz.

5.) Die Fürstenfamilie "Thurn und Taxis" hat ihren Sitz auf St. Emmeram in Regensburg, eine der größten bewohnten Schlossanlagen Europas. Was war die herausragende historische Leistung der Familie?

Die Organisation des kaiserlichen Postwesens war die herausragende Leistung der Familie. Franz von Taxis (1459 – 1517) richtete einen gut organisierten Kurierdienst ein und legte an der Wende zum 16. Jahrhundert den Grundstein für ein internationales Postwesen. Briefe von Innsbruck nach Brüssel waren nur noch fünfeinhalb Tage unterwegs. 1615 belohnte Kaiser Mathias die Familie mit dem Amt des kaiserlichen Generalpostmeisters.

6.) Graf Lennart Bernadotte, der die Bodenseeinsel Mainau zur Blumeninsel ausgebaut hat, ist mit dem schwedischen König Carl XVI. Gustaf verwandt. Wie ist er mit ihm verwandt?

Graf Lennart Bernadotte ist der Onkel des schwedischen Königs. Er wurde am 8. Mai 1909 als Prinz Gustaf Lennart Nikolaus Paul, Erbfürst von Schweden, Herzog von Smaland in Stockholm geboren. Sein Vater war Prinz Wilhelm von Schweden, seine Mutter Maria Pawlowna, Großfürstin von Russland. Den Prinzentitel, alle anderen Adelsprädikate und Privilegien verlor Lennart Bernadotte, als er 1932 eine Bürgerliche heiratete. Den Grafentitel "af Wisborg" hat er von Großherzogin Charlotte von Luxemburg, seiner Tante im Jahr 1951 verliehen bekommen. Sie wollte ihn damit für seine Verdienste um die Blumeninsel belohnen. Seine zweite Frau, Gräfin Sonja Bernadotte führt seit Jahren die Geschäfte der Insel. Mit ihr hat er fünf Kinder.

7.) Was sind Kekulé-Zahlen?

Stephan Kekulé von Stradonitz verwendete 1898 in seinem "Ahnentafel-Atlas" ein Ahnen-Nummerierungssystem. Dieses System eroberte die gesamte Welt und später wurde es nach ihm benannt. Es ist heute noch im Gebrauch, die Kekulé-Zahlen.

Bei der Nummerierung der Vorfahren erhält der Proband die Zahl 1. Die Geschwister erhalten die Zahlen 1a, 1b, ... Der Vater erhält die zahl 2 und die Mutter die 3. Hat eine Person die Zahl n, so erhält deren Vater die Zahl 2 * n und die Mutter die Zahl (2 * n) + 1. Somit erhalten alle männliche Vorfahren gerade Zahlen und alle weibliche Vorfahren ungerade Zahlen.

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Person           1: Generation 0   (Proband)
Personen  2 und  3: Generation I   (Eltern)
Personen  4 bis  7: Generation II  (Großeltern)
Personen  8 bis 15: Generation III (Urgroßeltern)
Personen 16 bis 31: Generation IV  (Alteltern)
   


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